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Glossar

Schwammstadt

Auch bekannt als: Schwammstadt-Prinzip, Sponge City

Das Prinzip der Schwammstadt beschreibt eine Stadt- und Freiraumplanung, bei der Regenwasser möglichst dort zurückgehalten wird, wo es fällt. Statt Niederschläge schnell über versiegelte Flächen und die Kanalisation abzuleiten, wird das Wasser gespeichert, versickert, verdunstet oder für Pflanzen verfügbar gemacht.

Hintergrund

Für Halver ist dieses Konzept ein zentraler Baustein der Klimaanpassung, insbesondere in dicht bebauten Bereichen, in denen Regenwasser nur eingeschränkt versickern kann. Durch das Zusammenspiel vieler dezentraler Maßnahmen werden Überflutungsrisiken bei Starkregen reduziert und die Grundwasserneubildung unterstützt. Gleichzeitig hilft die Verdunstung des gespeicherten Wassers sowie mehr Stadtgrün, die Stadt an heißen Tagen abzukühlen. Konkrete Anwendungen in Halver umfassen:
  • Baumpflanzkonzept: Einsatz des Stockholmer Modells für Pflanzgruben, bei dem Regenwasser in tragfähigen unterirdischen Wurzelräumen gespeichert wird.
  • Neubaugebiet Herksiepe-Schillerstein: Planung von Rigolensystemen, die das Wasser versickern lassen, statt es in die Kanalisation zu leiten.
  • Weitere Maßnahmen: Entsiegelte Flächen, Versickerungsmulden und wasserdurchlässige Beläge.

Verwandte Begriffe

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